Der Frühling braucht Zeit

Ulbrichts Versuch einer liberalen Jugend- und Kulturpolitik in der DDR

Feature, SWR2 Dschungel, 30.9.2009, 19.20 Uhr

Auf dem VI. Parteitag der SED im Januar 1963 kündigte Walter Ulbricht eine neue Jugend -und Kulturpolitik an. In jener Zeit hatte Dieter Wolf begonnen, als Dramaturg bei der DEFA, der einzigen Filmproduktionsfirma in der DDR, zu arbeiten. Wolf war wie viele Kulturschaffende voller Aufbruchstimmung. Die junge Schriftstellerin Christa Wolf setzte sich mit dem geteilten Deutschland auseinander. Absurditäten in der sozialistischen Wirtschaftspolitik durften plötzlich thematisiert werden. Kritische soziale Stoffe wurden verfilmt. Ulbricht benannte einen jüngeren Kulturminister und ein neues Jugendkommunique brachte „Vertrauen in die Jugend“ des Landes zum Ausdruck. Das sogenannte „Kahlschlagplenum“ 1965 setzte dieser Entwicklung allerdings ein abruptes Ende. Und Dieter Wolf beschäftigte sich fortan mit unverfänglichen historischen Stoffen.

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