Ed Stuhler

Text- und Buchautor, Publizist

Archive for the ‘Rezensionen’ Category

Berliner Zeitung, 19. März 2004

Posted by Office - 19. März 2004

Der Ostberliner Kulturwissenschaftler Ed Stuhler … legt ein geschlossenes und objektivierteres Lebensbild der umstrittenen Volksbildungsministerin Margot Honecker vor, die wie keine andere Frau die DDR-Politik mit prägte… Der späte Ulbricht wollte ohne Moskauer Plazet die DDR wirtschaftlich und wissenschaftlich-technisch modernisieren, suchte den Dialog mit Brandts Bundesrepublik, wollte der Jugend mehr Freiheit und Verantwortung geben. Er stieß auf den Widerstand der „FDJ-Fraktion“ in seiner Führung, mit seinem Ziehsohn Honecker an der Spitze. Brillant beschreibt Stuhler die maßgebliche Rolle der intelligent intrigierenden Margot Honecker in diesem Politkrimi, der auf dem Ketzertribunal des 11. ZK-Plenums einen ersten Höhepunkt erfuhr und 1971 mit Rückendeckung Breshnews zum Sturz Ulbrichts führte.

Advertisements

Posted in Rezensionen | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | Leave a Comment »

Die Welt, 13. Mai 2003

Posted by Office - 13. Mai 2003

Erich und Margot Honecker waren nicht mit Godzilla verwandt, aber sie schienen sein Privatleben zu haben, nämlich so gut wie keines. Heutige Politiker kokettieren ganz gern mit ihren Extratouren. Doch Honeckers verkörperten eine Sozialismusmaschine. Sie hatten keine Ahnung, dass es vor allem menschliche Schwächen sind, die einen als Mensch erkenntlich machen. Die Primärquellenlage ist entsprechend, aber den Autoren Thomas Grimm und Ed Stuhler ist dennoch eine sehenswerte Dokumentation über die persönlichen Lebensumstände des mächtigsten Ehepaars der DDR gelungen. Der Film dürfte ein Nebenprodukt der von Stuhler kürzlich vorgelegten Margot-Honecker-Biografie sein: Aus der Nähe betrachtet wirkt „Hexe Margot“ darin wie eine richtige Frau, sogar wie eine mit Herz und Verstand.

Posted in Rezensionen | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Brief von Hermann Kant zur Margot-Honecker-Biographie

Posted by Office - 2. April 2003

Brief vom 2. April 2003 an Ed Stuhler zur Margot-Honecker-Biographie

Brief als jpg anzeigen

Brief als jpg anzeigen

Posted in Rezensionen | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. März 2003

Posted by Office - 2. April 2003

Ed Stuhlers Biografie über Margot Honecker, die als Ministerin im Volksbildungsministerium 26 Jahre lang die Jugendpolitik in der ehemaligen DDR bestimmte, ist nach Einschätzung von Rezensent Frank Pergande recht gut gelungen. Flott und unterhaltend erzählt Stuhler das Leben Margot Honeckers, lobt Pergande. Viele Details prägen sich seines Erachtens ein: etwa die merkwürdige Beziehung der Ministerin zu Wolf Biermann oder ihre blau gefärbten Haare, die in der DDR diskutiert wurden. Man erfahre aber auch von ihrer Trauer über die früh gestorbene Enkelin und ihre zupackende Art, die sich bewährte, als die Honeckers abgesetzt worden waren und das Exil rief. Margot Honecker habe Politik mit Intrige verwechselt. Hexe Honecker trifft es aber dennoch nicht, hält Pergande fest. Vielmehr sieht er sie als klassisches Produkt der DDR, das mit ihr untergehen musste.
Frank Pergande

Posted in Rezensionen | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Die Zeit, 12/2003

Posted by Office - 12. März 2003

Gern hätte Ed Stuhler die Verruchte selbst befragt. Jedoch beschied sie ihn aus Chile, sie sehe keinen Sinn darin, mit Schreibern zu reden, „deren Absicht letztlich nur darin besteht, den Feldzug gegen den Sozialismus fortzusetzen“. Stuhler, trocken: „Was nicht meine Absicht war.“ In der Tat: Manchen Leser mag dieses Buch als Enthexung der M.H. befremden, gipfelnd in der herzhaften These, Finnland sei Sieger von Pisa geworden, weil es die polytechnische Schulform der DDR übernommen habe.
Schon auf der ersten Seite reklamiert Stuhler für seine DDR-Vita „eine Schulzeit wie anderswo auch“. Erfreulicherweise mündet dieser Befund nirgends in eine Apologie des Dogmatismus, an dem der SED-Staat moralisch zugrunde ging.
Frau Honecker, verlautet aus Chile, werde ihr Schweigen vielleicht doch noch brechen. Leider ist man darauf nicht sehr gespannt, es sei denn, ihr Sprechen enthielte, worum Ed Stuhlers freigeistiges Buch sich bemüht: Mut zur Ambivalenz.
Christoph Dieckmann

Posted in Rezensionen | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »