Die letzten Monate der DDR

BuchtitelDie Regierung de Maizière und ihr Weg zur deutschen Einheit

Vietnamesische Ausgabe

Edition VIPEN, Berlin 2012

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Die letzten Monate der DDR

Die Regierung de Maiziére und ihr Weg zur deutschen Einheit

Christoph Links Verlag 2010

„… hochinteressante und sehr lebendige Seiten über die letzte DDR-Regierung und den Weg zur deutschen Einheit.“ Volksstimme Magdeburg

„Ed Stuhler hat sich nicht von Vorurteilen, sondern von Fakten leiten lassen. Herausgekommen ist eine spannende Collage aus den Erinnerungen der Akteure der letzten DDR-Regierung. … Die kurze Geschichte einer Regierung, die angetreten ist, um sich selbst abzuschaffen, was bisher einmalig in der Geschichte sein dürfte, liest sich kurzweilig wie ein Krimi.“ Vera Lengsfeld auf www.achgut.de

“ … ist der Blick hinter die Kulissen des Vereinigungsprozesses spannend, gerade weil bis heute unterschätzt wird, welchen Anteil die Regierung de Maizière und die Volkskammer daran hatten.“ Südwest Presse

“ … ein sehr lesenswertes, informatives und mitunter auch komisches Buch über Menschen, die für Monate Weltgeschichte schrieben.“ Deutschlandfunk

„Da die Beteiligten ohne diplomatische Rücksichtnahme reden, Pleiten, Pech und Pannen ebenso eingestehen wie die Winkelzüge, mit denen sie oft agieren mussten, ist dieses Buch nicht nur ungemein lebendig und authentisch, es bietet auch einen beachtlichen Fundus an kuriosen Begleitgeschichten des Vereinigungsprozesses. Erhellend und unterhaltend zugleich – besser kann man Geschichte nicht vermitteln.“ Das Personal

„Herzerfrischend authentisch wirken diese flüssig verquickten Zeitzeugenberichte , bergen sie doch ungezählte Episoden aus einer Zeit mit rasanter Dynamik, mannigfaltiger Improvisation, unvorstellbarer Kärrnerarbeit eines aus politischen Laien besetzten Kabinetts und einer vom Umbruch beseelten Volkskammer.“ Der Tagesspiegel

Liebe, Hass und Pragmatismus

Deutsche in der DDR – Zum 20. Jahrestag der Maueröffnung

SWR2, Redaktion Leben, 9.11.2009, 10.05 Uhr

Drei DDR-Bürger, der Allroundmusiker Andy, die Lehrerin Katrin und der Wirtschaftsjurist Peter, berichten über ihr Leben in der DDR und ihr sehr unterschiedliches Verhältnis zum Staat. Wir erfahren, mit welchen Emotionen sie die Wende erleben, den Oktober 89, den 4. November 1989 mit der Großdemonstration auf dem Alexanderplatz, die Maueröffnung am 9. November und den Beitritt zur Bundesrepublik, und wie das politische Ereignis Wende ihr persönliche Leben verändert.

Der Frühling braucht Zeit

Ulbrichts Versuch einer liberalen Jugend- und Kulturpolitik in der DDR

Feature, SWR2 Dschungel, 30.9.2009, 19.20 Uhr

Auf dem VI. Parteitag der SED im Januar 1963 kündigte Walter Ulbricht eine neue Jugend -und Kulturpolitik an. In jener Zeit hatte Dieter Wolf begonnen, als Dramaturg bei der DEFA, der einzigen Filmproduktionsfirma in der DDR, zu arbeiten. Wolf war wie viele Kulturschaffende voller Aufbruchstimmung. Die junge Schriftstellerin Christa Wolf setzte sich mit dem geteilten Deutschland auseinander. Absurditäten in der sozialistischen Wirtschaftspolitik durften plötzlich thematisiert werden. Kritische soziale Stoffe wurden verfilmt. Ulbricht benannte einen jüngeren Kulturminister und ein neues Jugendkommunique brachte „Vertrauen in die Jugend“ des Landes zum Ausdruck. Das sogenannte „Kahlschlagplenum“ 1965 setzte dieser Entwicklung allerdings ein abruptes Ende. Und Dieter Wolf beschäftigte sich fortan mit unverfänglichen historischen Stoffen.

Mauerlöcher

Der Bau der Mauer und die ersten Fluchthelfer.

Feature, rbbKulturradio, 12.8. 2009, 19.05 Uhr

Die Ersten, die sofort nach dem 13. August 61 begannen, Leuten aus der DDR zur Flucht zu verhelfen, waren Studenten der FU um Detlef Girrmann und Dieter Thieme (Girrmann-Gruppe). Sie taten das aus Idealismus und ohne finanzielle Interessen. Und auch nur wenige Jahre – bis 1964. Dann wurde die Szene zunehmend kommerzialisiert und zwielichtig.
Detlef Girrmann sowie Helfer, Läufer und Ausgeschleuste berichten über diese ersten Jahre.

Jeder Mensch kann jeden lieben?

Der Liedermacher Kurt Demmler und die Mädchen

Feature, Deutschlandfunk, 23.6.2009

Er war ein Vielschreiber. Nach eigener Aussage hat der Liedermacher und Songtexter um die Zehntausend Liedtexte und Songs geschrieben. Zahlreiche DDR-Rockgruppen und Sänger haben seine Texte interpretiert: Karat, Renft, Karussell. Am bekanntesten vielleicht „Du hast den Farbfilm vergessen“, das er für Nina Hagen textete. Sein Amiga-Album „Die Lieder des kleinen Prinzen“, nach dem Buch von Saint-Exupéry, auf der er gemeinsam mit Kindern sang, erreichte hohe Auflagen.

In der Nacht vom zweiten zum dritten Februar 2009 erhängte sich Kurt Demmler in seiner Zelle in der Untersuchungshaftanstalt Berlin Moabit. Er war des sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt. Der dritte Februar war der Verhandlungstag, an dem die missbrauchten Mädchen aussagen wollten.

Ist dieser Selbstmord Eingeständnis der Schuld, Flucht vor den Konsequenzen oder ein letztes Rechthaben? Die Betroffenen stehen mit leeren Händen. Keine juristische Aufarbeitung, keine irgendwie geartete Genugtuung. Und es gibt Stimmen, die den Vorwurf erheben, man hätte „den genialen Künstler in den Tod getrieben“.
Eine Annäherung an einen begabten, komplizierten und äußerst widersprüchlichen Menschen.

Manuskript:  http://www.dradio.de/download/106290/

Mensch, Walter

Walter Hofmann
Walter Hofmann

Feature, SWR2, 9.6.2009
Im Jahre 1979 beendet eine Stasi-Intrige die Lehrtätigkeit des Philosophiedozenten Walter Hofmann. Über zehn Jahre war er an in der Sektion Kulturwissenschaft und Ästhetik der Humboldt-Universität zu Berlin als Hochschullehrer tätig. Jetzt erhält er Berufsverbot. Darüber hinaus wird ihm jeder Kontakt zu den Studenten verwehrt. Das ist die Höchststrafe für einen Menschen, der mit Leidenschaft Lehrer ist. Der Vorwurf lautet, dass er in seinen Lehrveranstaltungen staats- und parteifeindliche Auffassungen vertritt. Tatsächlich versucht er, mit großem Erfolg, zu kritischem Denken zu erziehen. Dafür, und dass es in seinen Vorlesungen und Seminaren keine Tabus gibt, wird er von den Studenten fast abgöttisch verehrt. Die ungewöhnliche Wissenschaftlerkarriere eines so unbeugsamen wie bescheidenen Mannes.

Manuskript:

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/leben/-/id=4780218/property=download/nid=660174/u86o69/swr2-leben-20090609.pdf