Ed Stuhler

Text- und Buchautor, Publizist

Posts Tagged ‘Margot Honecker’

Margot und der Wolf

Posted by Office - 26. April 2007

Die Bildungsministerin und der Liedermacher

Feature, SWR2, 26.4.2007,
Redaktion Walter Filz

Die Bildungsministerin der DDR, Margot Honecker, und der aufmüpfige Liedermacher Wolf Biermann waren befreundet. Über diese seltsame Beziehung ist viel Unsinn verbreitet worden.
In der Zeit zwischen 1962 und 1965 gab es gegenseitige Besuche, Diskussionen über Lieder und Gedichte. Margot Honecker im O-Ton: „Wir haben versucht, über einige Fragen zu sprechen, das war sehr schwer. Wir haben uns menschlich gut verstanden, das kam aus dieser Verbindung mit dieser Familie. Ich kannte seine Großmutter, die er wahnsinnig geliebt hat. Wir haben sie alle Meume genannt. Aber Wolf Biermann war damals schon in einer solchen Situation, dass er nicht zugänglich war für bestimmte vernünftige Argumente.“
Wolf Biermann berichtet ausführlich über diese Begegnungen, die in einer Zeit stattfanden, als die DDR unter Walter Ulbricht nach dem Bau der Mauer etwas mehr Offenheit wagte. Besonders in der Jugend- und Kulturpolitik herrschte Tauwetter. Im Dezember 1962 konnte Biermann auf einer Veranstaltung der Akademie der Künste der DDR vor großem Publikum seine Lieder singen und Gedichte vortragen – darunter das Gedicht „An die alten Genossen“, das mit den Worten endet „Setzt eurem Werk ein gutes Ende, indem ihr uns den neuen Anfang lasst.“ Dies war der Anfang einer Entwicklung vom überzeugten DDR-Bürger zum Gegner. Es folgten das Berufsverbot im Vorfeld des berühmten „Kahlschlagplenums“ im Jahre 1965 und die Ausbürgerung 11 Jahre später.

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Margot Honecker – Die Biografie

Posted by Office - 12. September 2005

Margot Honecker - Biografie

Margot Honecker - Biografie

Beim Heyne-Verlag erschien die überarbeitete Taschenbuch-Ausgabe der Biografie.

Obwohl Margot Honecker eine der mächtigsten Frauen der DDR war, bleiben ihre Person und ihr Leben bis heute größtenteils undurchschaubar. Kaum jemand weiß, wer die bedeutendste Frau im SED-Staat, die 26 Jahre dem DDR-Bildungsministerium vorstand, wirklich war. Der Kultur- und Literaturwissenschaftler Ed Stuhler bringt Licht ins Dunkel und ermöglicht dem Leser, sich sein eigenes Bild von der Ehefrau Erich Honeckers zu machen.

„Brillant beschreibt Stuhler die maßgebliche Rolle der intrigierenden Margot Honecker in diesem Politkrimi.“ (Berliner Zeitung)

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Die Honeckers – privat

Posted by Office - 14. März 2005

Die Honeckers - privatParthas Verlag
Das Buch zum Film „Die Honeckers privat“ von Ed Stuhler (Hrsg. Thomas Grimm) zeigt das einflussreichste Ehepaar der DDR: Er steht 18 Jahre als Generalsekretär an der Spitze der SED, seine Frau leitet 26 Jahre das Volksbildungsministerium.
Die Doppelbiografie dokumentiert den privaten und politischen Werdegang zweier überzeugter Kommunisten – vom Beginn ihrer Liebe 1949, über ihre Entfremdung während der Zeit ihrer Machtausübung und ihre Beziehungen zu Familie und Weggefährten bis hin zum Ende der DDR 1989. Zahlreiche Privataufnahmen, die hier erstmals veröffentlicht werden, geben Einblick in den Alltag der Honeckers zwischen Politbüro und Jagdausflügen, Wandlitz und Ferien auf der Krim.

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Berliner Zeitung, 19. März 2004

Posted by Office - 19. März 2004

Der Ostberliner Kulturwissenschaftler Ed Stuhler … legt ein geschlossenes und objektivierteres Lebensbild der umstrittenen Volksbildungsministerin Margot Honecker vor, die wie keine andere Frau die DDR-Politik mit prägte… Der späte Ulbricht wollte ohne Moskauer Plazet die DDR wirtschaftlich und wissenschaftlich-technisch modernisieren, suchte den Dialog mit Brandts Bundesrepublik, wollte der Jugend mehr Freiheit und Verantwortung geben. Er stieß auf den Widerstand der „FDJ-Fraktion“ in seiner Führung, mit seinem Ziehsohn Honecker an der Spitze. Brillant beschreibt Stuhler die maßgebliche Rolle der intelligent intrigierenden Margot Honecker in diesem Politkrimi, der auf dem Ketzertribunal des 11. ZK-Plenums einen ersten Höhepunkt erfuhr und 1971 mit Rückendeckung Breshnews zum Sturz Ulbrichts führte.

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Margot Honecker – Eine Biographie

Posted by Office - 22. September 2003

Margot Honecker - Eine Biographie

Margot Honecker - Eine Biographie

Verlag Karl Ueberreuter Wien

 

Ed Stuhler porträtiert diese ebenso erfolgreiche wie umstrittene Politikerin in Wort und Bild. Auf Basis umfangreicher Archivstudien und zahlreicher Interviews mit Zeitzeugen, Wegbegleitern und Gegnern zeichnet er erstmals ihren privaten und beruflichen Werdegang nach: Ihre Kindheit im Dritten Reich, ihre politische Karriere in der SED, ihre Ehe mit Erich Honecker und ihr Leben in Chile. Erstmals wird ausführlich ihre von Gerüchten umwitterte Beziehung zu Wolf Biermann dargestellt. Exklusiv auch sein Beweis, dass E.H. dreimal verheiratet war: Ed Stuhler fand die beweisenden Dokumente.

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Die Welt, 13. Mai 2003

Posted by Office - 13. Mai 2003

Erich und Margot Honecker waren nicht mit Godzilla verwandt, aber sie schienen sein Privatleben zu haben, nämlich so gut wie keines. Heutige Politiker kokettieren ganz gern mit ihren Extratouren. Doch Honeckers verkörperten eine Sozialismusmaschine. Sie hatten keine Ahnung, dass es vor allem menschliche Schwächen sind, die einen als Mensch erkenntlich machen. Die Primärquellenlage ist entsprechend, aber den Autoren Thomas Grimm und Ed Stuhler ist dennoch eine sehenswerte Dokumentation über die persönlichen Lebensumstände des mächtigsten Ehepaars der DDR gelungen. Der Film dürfte ein Nebenprodukt der von Stuhler kürzlich vorgelegten Margot-Honecker-Biografie sein: Aus der Nähe betrachtet wirkt „Hexe Margot“ darin wie eine richtige Frau, sogar wie eine mit Herz und Verstand.

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Brief von Hermann Kant zur Margot-Honecker-Biographie

Posted by Office - 2. April 2003

Brief vom 2. April 2003 an Ed Stuhler zur Margot-Honecker-Biographie

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. März 2003

Posted by Office - 2. April 2003

Ed Stuhlers Biografie über Margot Honecker, die als Ministerin im Volksbildungsministerium 26 Jahre lang die Jugendpolitik in der ehemaligen DDR bestimmte, ist nach Einschätzung von Rezensent Frank Pergande recht gut gelungen. Flott und unterhaltend erzählt Stuhler das Leben Margot Honeckers, lobt Pergande. Viele Details prägen sich seines Erachtens ein: etwa die merkwürdige Beziehung der Ministerin zu Wolf Biermann oder ihre blau gefärbten Haare, die in der DDR diskutiert wurden. Man erfahre aber auch von ihrer Trauer über die früh gestorbene Enkelin und ihre zupackende Art, die sich bewährte, als die Honeckers abgesetzt worden waren und das Exil rief. Margot Honecker habe Politik mit Intrige verwechselt. Hexe Honecker trifft es aber dennoch nicht, hält Pergande fest. Vielmehr sieht er sie als klassisches Produkt der DDR, das mit ihr untergehen musste.
Frank Pergande

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Die Zeit, 12/2003

Posted by Office - 12. März 2003

Gern hätte Ed Stuhler die Verruchte selbst befragt. Jedoch beschied sie ihn aus Chile, sie sehe keinen Sinn darin, mit Schreibern zu reden, „deren Absicht letztlich nur darin besteht, den Feldzug gegen den Sozialismus fortzusetzen“. Stuhler, trocken: „Was nicht meine Absicht war.“ In der Tat: Manchen Leser mag dieses Buch als Enthexung der M.H. befremden, gipfelnd in der herzhaften These, Finnland sei Sieger von Pisa geworden, weil es die polytechnische Schulform der DDR übernommen habe.
Schon auf der ersten Seite reklamiert Stuhler für seine DDR-Vita „eine Schulzeit wie anderswo auch“. Erfreulicherweise mündet dieser Befund nirgends in eine Apologie des Dogmatismus, an dem der SED-Staat moralisch zugrunde ging.
Frau Honecker, verlautet aus Chile, werde ihr Schweigen vielleicht doch noch brechen. Leider ist man darauf nicht sehr gespannt, es sei denn, ihr Sprechen enthielte, worum Ed Stuhlers freigeistiges Buch sich bemüht: Mut zur Ambivalenz.
Christoph Dieckmann

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