Sehen und Gestalten

Der Kunstschmied und Stahlplastiker Fritz Kühn 1910 bis 1967

rbb Kulturradio, 17.8.2016, 19.04 Uhr

Karikatur Harald Kretzschmar Gedicht Hans-Georg Stengel
Karikatur Harald Kretzschmar
Gedicht Hans-Georg Stengel
Schrifttafel Fritz Kühn
Schrifttafel Fritz Kühn

Er wollte nie Künstler sein, er nannte sich selbst Kunsthandwerker, und war ein Kunstschmied von internationalem Format. Seine vielbeachtete Gitterwand auf der Brüsseler Weltausstellung brachte ihm 1958 den Durchbruch. In Berlin ist vor allem sein „Schwebender Ring“ bekannt, der monumentale Brunnen auf dem Strausberger Platz. Aber auch unzählige andere Arbeiten, oft in Verbindung mit bekannten Architekten, vom Hochhaus an der Weberwiese bis zur St.-Hedwigs-Kathedrale. Berühmt wurde auch sein A-Portal an der Berliner Stadtbibliothek in der Breiten Straße. Es ging ihm darum, Architektur zu beleben und städtebauliche Orientierungspunkte zu schaffen. In nur rund 20 Schaffensjahren schuf er ein in Umfang und Wirkung gewaltiges Werk.

Er beobachtete, verinnerlichte die Natur und dachte in Eisen und Stahl. Die Natur war für ihn Ursprung der Kunst und des Gestaltens.

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