Ed Stuhler

Text- und Buchautor, Publizist

Posts Tagged ‘Gerhard Gundermann’

Hier bin ich geborn – hier hat mich mein Gott verlorn

Posted by Office - 24. Juni 2008

Gundis Grabstein

Gundis Grabstein

Vor 10 Jahren starb der ostdeutsche Liedermacher Gerhard Gundermann

Feature, Deutschlandfunk, 24.6.2008

„Ich sehe mich nicht als Opfer. Und auch nicht als Täter. Ich habe mich mit der DDR eingelassen – mit wem auch sonst – ich habe ausgeteilt und eingesteckt.“, sagte der ostdeutsche Liedermacher Gerhard Gundermann 1995. Drei Jahre später erlag er einem Gehirnschlag. Er wurde nur 43 Jahre alt.
Die Presse nannte ihn gern den „Singenden Baggerfahrer“ , arbeitete er doch als solcher bis fast zu seinem Tode im Braunkohlentagebau.
Vor allem nach der Wende wurde Gundermann bekannt, schrieb für die Rockgruppe „Silly“ und artikulierte als „Stimme des Ostens“ das Lebensgefühl der Nachwendegeneration. In vielen seiner Lieder, wie in „Hier bin ich geboren“, definierte er sich stark über seine Herkunft.
1995 wurde aber auch bekannt, dass er als IM „Grigori“ acht Jahre lang mit dem Ministerium für Staatssicherheit zusammen gearbeitet hatte. Er bekannte sich zu dieser Tätigkeit; Art und Umfang versuchte er jedoch klein zu reden.

Manuskript:  http://www.dradio.de/download/87028/

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Nichts bleibt geheim

Posted by Office - 21. Juni 2005

Die Staatssicherheit und die DDR-Liedermacher

Feature, Deutschlandfunk, 21.6.2005, Redaktion: Marcus Heumann

Ein ganzes Heer von hauptamtlichen und inoffiziellen Mitarbeitern war auf die Szene angesetzt, etwa um Hinweise auf staatsfeindliche Äußerungen und strafrechtlich verwertbare Tatbestände zu beschaffen. Zudem gelang es den Tschekisten, einige namhafte Liedermacher selbst als Spitzel zu rekrutieren – die bekanntesten, aber längst nicht die einzigen waren Barbara Thalheim als IM „Elvira“ und Gerhard Gundermann, IM „Grigori“. Keiner von ihnen konnte abschätzen, welche Folgen die abgeschöpften Informationen für ihre Kollegen haben würden und wie die Stasi die Szene manipulierte – unter anderem, wie im Falle von Stephan Krawczyk, mit den Mitteln der Zersetzung und Kriminalisierung.

Download Manuskript (pdf):

Nichts bleibt geheim

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