Ed Stuhler

Text- und Buchautor, Publizist

Posts Tagged ‘Feature’

Sehen und Gestalten

Posted by Office - 13. Mai 2016

Der Kunstschmied und Stahlplastiker Fritz Kühn 1910 bis 1967

rbb Kulturradio, 17.8.2016, 19.04 Uhr

Karikatur Harald Kretzschmar Gedicht Hans-Georg Stengel

Karikatur Harald Kretzschmar
Gedicht Hans-Georg Stengel

Schrifttafel Fritz Kühn

Schrifttafel Fritz Kühn

Er wollte nie Künstler sein, er nannte sich selbst Kunsthandwerker, und war ein Kunstschmied von internationalem Format. Seine vielbeachtete Gitterwand auf der Brüsseler Weltausstellung brachte ihm 1958 den Durchbruch. In Berlin ist vor allem sein „Schwebender Ring“ bekannt, der monumentale Brunnen auf dem Strausberger Platz. Aber auch unzählige andere Arbeiten, oft in Verbindung mit bekannten Architekten, vom Hochhaus an der Weberwiese bis zur St.-Hedwigs-Kathedrale. Berühmt wurde auch sein A-Portal an der Berliner Stadtbibliothek in der Breiten Straße. Es ging ihm darum, Architektur zu beleben und städtebauliche Orientierungspunkte zu schaffen. In nur rund 20 Schaffensjahren schuf er ein in Umfang und Wirkung gewaltiges Werk.

Er beobachtete, verinnerlichte die Natur und dachte in Eisen und Stahl. Die Natur war für ihn Ursprung der Kunst und des Gestaltens.

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Das innere Tagebuch der Marie Jalowicz

Posted by Office - 13. Mai 2016

Untergetaucht von 1942 bis 1945

Deutschlandfunk, 5.8.2016, 20.10 Uhr

Marie Jalowicz um 1944 ©Hermann Simon

Marie Jalowicz um 1944
©Hermann Simon

Mit 19 beschließt die Berliner Jüdin Marie Jalowicz, dass sie überleben wird – um jeden Preis. Als die Gestapo 1942 vor ihrem Bett steht, kann sie sich durch Geistesgegenwart der Verhaftung entziehen und taucht unter. Die nächsten drei Jahre wechselt sie von Versteck zu Versteck. Sie ist auf die Hilfe vieler Menschen angewiesen – viele nutzen ihre Notlage aus. Täglich ist sie von Denunziation, Verhaftung und Deportation bedroht.

Nach der Befreiung heiratet sie ihren Schulfreund Heinrich Simon. Sie studiert an der Berliner Universität Philosophie und Soziologie, promoviert und habilitiert. 1973 erlebe ich Frau Professor Marie Simon als überaus geistreiche Dozentin. Sie liest „Geschichte der antiken Philosophie“.

In der Zeit ihres Untergetauchtseins führt sie ein inneres Tagebuch. Die dramatischen Umstände erlauben keine schriftlichen Aufzeichnungen. Erst kurz vor ihrem Tode 1998 erzählt sie auf Bitten ihres Sohnes Hermann Simon ihre Geschichte. Sie bespricht 77 Tonbandkassetten. Auf Grundlage dieser Bänder hat die Autorin Irene Stratenwerth gemeinsam mit Hermann Simon das Buch „Untergetaucht“ veröffentlicht. Es erscheint 2014 bei S. Fischer.

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Hochzeitstag

Posted by Office - 5. Februar 2012

Noten GlanzbergNorbert Glanzberg und das Protokoll eines gescheiterten Projekts

Deutschlandfunk, 9.3.2012, 20.10 Uhr (50 Minuten)

1986 reiste ich nach Wien und  Paris.

Ich hatte das Libretto für das Musical „Hochzeitstag“ verfasst, die Musik dazu hatte der jüdische Komponist Norbert Glanzberg in Paris geschrieben. Zwei Schauspieler sollten es aufführen: Gisela May aus Berlin  und der Wiener Michael Heltau.

Glanzberg spielte mir in Paris stundenlang seine Welthits vor, erzählte von seiner Kindheit in Würzburg, vom Engagement am Berliner Admiralspalast, wo er u.a. mit  Billy Wilder, Erich Kästner und Max Ophüls zusammenarbeitete, von der Flucht nach Paris und seiner Liebe zu Edith Piaf. – Es war eine fruchtbare Arbeitswoche.

In Wien sollte das fertige Stück aufgeführt werden, Regie sollte Georgio Strehler führen, mit dem Heltau befreundet war. Ich traf Heltau in Wien jedoch nicht an. Er war einer anderen Verpflichtung gefolgt. Vielleicht wusste er nicht, dass ich nicht so einfach wiederkommen konnte.

Das Projekt scheiterte nach vielen Anläufen. Norbert Glanzberg, dessen Briefe an mich immer verbitterter klangen, gab  Heltau die Schuld. Aber im Grunde waren es die politischen Umstände, die eine Realisation der letzten großen Arbeit Glanzbergs verhinderten.

Norbert Glanzbergs starb 2001.

Das Musical wartet bis heute auf seine Uraufführung.

Podcast: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/1665260/

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Jeder hat das Recht, seine Herkunft zu kennen

Posted by Office - 24. März 2009

Pass des Vaters

Pass des Vaters

Eine Vatersuche

Feature, SWR 2, 24.3.2009

Schulamit Weil erfährt 1986, sie ist achtzehn, dass der Mann, den sie bisher für ihren leiblichen Vater hielt, dieses nicht ist. Dennoch dauert es Jahre, bis sie zu der Erkenntnis kommt, dass jeder das Recht hat, seine Herkunft zu kennen. Der einzige Mensch, der ihr etwas dazu sagen kann, ist ihre Mutter. Die jedoch ist wenig bereit, Auskunft zu erteilen. Aber Schulamit bleibt hartnäckig und erfährt schließlich, dass ihr Vater ein ungarischer Jude ist, mit dem ihre ebenfalls jüdische Mutter auf einer Schiffspassage auf der „Moledet“nach Israel ein kurzes Verhältnis hatte. Im Jahre 2000 beginnt sie nach ihrem Vater zu suchen. Wie sich diese Suche gestaltet und wie sie ihren Vater endlich findet, davon handelt dieses Feature.

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Hier bin ich geborn – hier hat mich mein Gott verlorn

Posted by Office - 24. Juni 2008

Gundis Grabstein

Gundis Grabstein

Vor 10 Jahren starb der ostdeutsche Liedermacher Gerhard Gundermann

Feature, Deutschlandfunk, 24.6.2008

„Ich sehe mich nicht als Opfer. Und auch nicht als Täter. Ich habe mich mit der DDR eingelassen – mit wem auch sonst – ich habe ausgeteilt und eingesteckt.“, sagte der ostdeutsche Liedermacher Gerhard Gundermann 1995. Drei Jahre später erlag er einem Gehirnschlag. Er wurde nur 43 Jahre alt.
Die Presse nannte ihn gern den „Singenden Baggerfahrer“ , arbeitete er doch als solcher bis fast zu seinem Tode im Braunkohlentagebau.
Vor allem nach der Wende wurde Gundermann bekannt, schrieb für die Rockgruppe „Silly“ und artikulierte als „Stimme des Ostens“ das Lebensgefühl der Nachwendegeneration. In vielen seiner Lieder, wie in „Hier bin ich geboren“, definierte er sich stark über seine Herkunft.
1995 wurde aber auch bekannt, dass er als IM „Grigori“ acht Jahre lang mit dem Ministerium für Staatssicherheit zusammen gearbeitet hatte. Er bekannte sich zu dieser Tätigkeit; Art und Umfang versuchte er jedoch klein zu reden.

Manuskript:  http://www.dradio.de/download/87028/

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Ohne Schlapphut und Tabakspfeife

Posted by Office - 25. März 2008

Detektivausstattung

Detektivausstattung

Detektivausbildung in Deutschland

Feature, BR 2, 25.3.2008

Der Tätigkeit des Privatdetektivs ist in Deutschland nicht geschützt. Das heißt, jeder der glaubt, durch eifriges Anschauen der einschlägigen Fernsehserien ausreichend qualifiziert zu sein, kann diesen Beruf ergreifen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich unter den ca. 10.000 Privatdetektiven, die es in Deutschland gibt, einige schwarze Schafe tummeln.
Der Bund Deutscher Detektive (BDD), einer der drei großen Detektivverbände, fordert deshalb, dass privater Ermittler eine Ausbildung absolvieren, um sich mit den rechtlichen und fachlichen Grundlagen vertraut zu machen. Als eine der besten Ausbildungsstätten empfiehlt er das Bildungsinstituts Brückner in Berlin Marzahn.
Wir begleiten einen Lehrgang dieses Instituts und erleben, dass es nicht einfach ist, sich Grundkenntnisse auf den Gebieten Observation, Spuren- und Beweissicherung, Abwehr von Lauschangriffen u.a. anzueignen.

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Sirene ruft an

Posted by Office - 20. Februar 2008

Das akustische Erbe des Ministeriums für Staatssicherheit

Feature, SWR2, 20.2.2008

Im April 1984 ruft ein Mann aus einer Telefonzelle in Budapest die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn an. Er stellt sich als Mitarbeiter der bewaffneten Organe der DDR vor und bittet um ein persönliches Gespräch. Der Mann will mit seiner Familie die DDR verlassen und erhofft sich Hilfe. Dieses Telefonat wird vom ungarischen Geheimdienst aufgezeichnet und dem „befreundeten Organ“, dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR, übergeben. Das MfS setzt einen ungeheuren Apparat in Gang, um unter den 65000 männlichen DDR-Bürgern, die sich an diesem Tag in Ungarn aufhielten, den unbekannten Anrufer zu identifizieren. Dies gelingt ihm, unter anderem durch seine Experten für Sprechererkennung.
Die Aufzeichnung des Telefonates ist nur einer von ca. 160000 Tonträgern verschiedenster Art – die akustische Hinterlassenschaft des MfS.

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Die hat uns der Westen nicht gebacken

Posted by Office - 9. November 2006

Neonazis in der DDR

Feature, Bayern 2, 9.11.2006,
Redaktion: Hans Tschech

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Dageblieben

Posted by Office - 19. Mai 2002

Zum 70. Geburtstag des Filmregisseurs Frank Beyer.

Feature, Deutschlandfunk, 19.5.2002, Redaktion: Klaus Pilger

Mit Manfred Krug, Wolf Biermann, Renate Blume, Rolf Hoppe, Hermann Beyer, Ulrich Plenzdorf u.a.

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Aktion Treffpunkt

Posted by Office - 30. April 2002

Die Stasi und die Leipziger Messeräuber

Feature, Deutschlandfunk, 30.4.2002, Redaktion: Marcus Heumann

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