Josefine Dampfmaschine – Lieder für Kinder, Kindsköpfe und Kindgebliebene

Thomas Putensen und Band, Premiere am 24.7.2016 im „Sankt Spiritus“ Greifswald

Josefine Dampfmaschine
Josefine Dampfmaschine

Josefine Dampfmaschine

ist ein Superturbo-Quirl,

immer unter Dampf, die Fine,

niemals steht die Fine still.

 

 

Hängt sie grad am Kleiderständer?

Oder am Balkongeländer?

Schlägt sie wieder laut den Topf?

Oder steht sie auf dem Kopf? …

 

Titelliste: Aufräumrock, Der Clown ist krank, Der Grusel, Lisa will immer nicht teil´n, Eins, zwei, drei, Josefine Dampfmaschine, Kuschelwalzer, Langweilig, Mama sagt, Papa, du bist peinlich, Pusteblume, Trauriges Lied, Warum, Wir machen uns eine Gemütlichkeit

Josefine Dampfmaschine ist ein Kinder-Eltern-Programm ab 4 Jahre. Texte Ed Stuhler

 

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Berliner Zeitung, 19. März 2004

Der Ostberliner Kulturwissenschaftler Ed Stuhler … legt ein geschlossenes und objektivierteres Lebensbild der umstrittenen Volksbildungsministerin Margot Honecker vor, die wie keine andere Frau die DDR-Politik mit prägte… Der späte Ulbricht wollte ohne Moskauer Plazet die DDR wirtschaftlich und wissenschaftlich-technisch modernisieren, suchte den Dialog mit Brandts Bundesrepublik, wollte der Jugend mehr Freiheit und Verantwortung geben. Er stieß auf den Widerstand der „FDJ-Fraktion“ in seiner Führung, mit seinem Ziehsohn Honecker an der Spitze. Brillant beschreibt Stuhler die maßgebliche Rolle der intelligent intrigierenden Margot Honecker in diesem Politkrimi, der auf dem Ketzertribunal des 11. ZK-Plenums einen ersten Höhepunkt erfuhr und 1971 mit Rückendeckung Breshnews zum Sturz Ulbrichts führte.

Die Zeit, 12/2003

Gern hätte Ed Stuhler die Verruchte selbst befragt. Jedoch beschied sie ihn aus Chile, sie sehe keinen Sinn darin, mit Schreibern zu reden, „deren Absicht letztlich nur darin besteht, den Feldzug gegen den Sozialismus fortzusetzen“. Stuhler, trocken: „Was nicht meine Absicht war.“ In der Tat: Manchen Leser mag dieses Buch als Enthexung der M.H. befremden, gipfelnd in der herzhaften These, Finnland sei Sieger von Pisa geworden, weil es die polytechnische Schulform der DDR übernommen habe.
Schon auf der ersten Seite reklamiert Stuhler für seine DDR-Vita „eine Schulzeit wie anderswo auch“. Erfreulicherweise mündet dieser Befund nirgends in eine Apologie des Dogmatismus, an dem der SED-Staat moralisch zugrunde ging.
Frau Honecker, verlautet aus Chile, werde ihr Schweigen vielleicht doch noch brechen. Leider ist man darauf nicht sehr gespannt, es sei denn, ihr Sprechen enthielte, worum Ed Stuhlers freigeistiges Buch sich bemüht: Mut zur Ambivalenz.
Christoph Dieckmann