Ed Stuhler

Text- und Buchautor, Publizist

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Lin und Eberhard – die Geschichte einer großen Liebe

Posted by Office - 4. Dezember 2012

Lin Jaldati, die Sängerin des jiddischen Liedes, und der Pianist und Musikwissenschaftler Eberhard Rebling

Deutschlandfunk, 8.2.2013, 20.10 – 21.00 Uhr

Lin und Eberhard mit Kathinka und Jalda 1952

Lin und Eberhard mit Kathinka und Jalda 1952

Eberhard Rebling, 25jähriger Pianist und Musikwissenschaftler, Antifaschist und Sohn eines preußischen Offiziers, hat 1936 das faschistische Deutschland in Richtung Holland verlassen. In Den Haag trifft er ein Jahr später die jüdische Revuetänzerin Lin Jaldati und verliebt sich unsterblich.

Durch seine Frau lernt Eberhard die jüdische osteuropäische Kultur kennen, besonders das jiddische Lied. Er rät ihr, sich auf dessen Interpretation zu spezialisieren. Gemeinsam erarbeiten sie Programme mit Liedern und Tänzen; er begleitet sie am Klavier.

Als die Deutschen in Holland einmarschieren, müssen beide untertauchen. Eberhard mietet unter falschen Namen ein Haus, in dem sie bis zu 20 bedrohte Juden verstecken. Das Versteck fliegt auf, Eberhard kann fliehen, Lin überlebt Auschwitz und Bergen Belsen.

Nach dem Krieg siedeln sie in die junge DDR über. Lin entwickelt sich zur weltweit bekannten Interpretin des jiddischen Liedes.

50 Jahre, bis zum Tod von Lin im Jahre 1988, bleiben sie ein unzertrennliches Paar. Eberhard wird seine Frau um 20 Jahre überleben. Sie finden ihre letzte Ruhestätte auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof.

Grab auf den Dorotheenstädtischen Friedhof

Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof

Zum Nachhören:  http://www.dradio.de/aod/html/?station=1&broadcast=641012&

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Tanzkinder sind Wir-Kinder

Posted by Office - 16. Januar 2008

Tanzkinder

Tanzkinder

Zum 70. Geburtstag der Tanzpädagogin Irmhild Kaufer

Feature, rbb-Kulturradio, 16.1. 2008

Die Tanzpädagogin Irmhild Kaufer hat 35 Jahre die Ballettabteilung der Musikschule Berlin-Mitte geleitet. In dieser Zeit sind Hunderte von Kindern buchstäblich durch ihre Hände gegangen, viele haben später die Staatliche Ballettschule der DDR besucht, sind Tänzer, Tänzerinnen oder Ballettpädagogen geworden – so wie Beatrice Knop, erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin (Staatsoper unter den Linden), die in der Sendung zu Wort kommt.
Irmhild Kaufer ist Schülerin der international bekannten Tanzlehrerin Gret Palucca und hat von 1953 bis 58 deren weltberühmte Schule in Dresden besucht. Hier liegen ihre Wurzeln, hier wurde sie geprägt, vor allem was ihre Haltung zum Tanzen betrifft. Tanzen ist für sie mehr als Bewegung und künstlerische Betätigung. In ihrer ganzheitlichen Auffassung gehören dazu auch Herausbildung positiver Charaktereigenschaften wie Gemeinschaftsgefühl, („Tanzkinder sind Wir-Kinder“), Disziplin und gesunde Lebensweise.
Heute schließt sich der Kreis, ist sie selbst Lehrbeauftragte an der Tanzhochschule „Gret Palucca“ in Dresden – da wo ihre Karriere begann. Sie hat dort den Bereich Kindertanz aufgebaut und gibt ihre reichen Erfahrungen an künftige Kindertanzpädagogen weiter.
Im Jahr 2008 feiert sie ihr 50. Bühnenjubiläum.

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