Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. März 2003

Ed Stuhlers Biografie über Margot Honecker, die als Ministerin im Volksbildungsministerium 26 Jahre lang die Jugendpolitik in der ehemaligen DDR bestimmte, ist nach Einschätzung von Rezensent Frank Pergande recht gut gelungen. Flott und unterhaltend erzählt Stuhler das Leben Margot Honeckers, lobt Pergande. Viele Details prägen sich seines Erachtens ein: etwa die merkwürdige Beziehung der Ministerin zu Wolf Biermann oder ihre blau gefärbten Haare, die in der DDR diskutiert wurden. Man erfahre aber auch von ihrer Trauer über die früh gestorbene Enkelin und ihre zupackende Art, die sich bewährte, als die Honeckers abgesetzt worden waren und das Exil rief. Margot Honecker habe Politik mit Intrige verwechselt. Hexe Honecker trifft es aber dennoch nicht, hält Pergande fest. Vielmehr sieht er sie als klassisches Produkt der DDR, das mit ihr untergehen musste.
Frank Pergande

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